Bioladen in Bondelum (25850, Kreis Nordfriesland)

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Bioladen in Bondelum (25850)

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Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (ebenfalls bekannt als: Biogeschäft oder Naturkostladen) ist ein Lebensmittelladen, dessen zum Vertrieb angebotene Produkte aus ökologischer Landwirtschaft und umweltfreundlicher Verarbeitung stammen.

Neben Lebensmitteln, bei denen der Fokus auf Naturkost liegt, werden oftmals auch Reinigungs- und Körperpflegemittel, Bekleidung und sowie Produkte des täglichen Bedarfs angeboten – wesentliche Bedingungen hierbei sind eine möglichst kleine Schadstoffbelastung der angebotenen Waren als auch deren umweltgerechte Erzeugung. Die Esswaren stammen annähernd in Gesamtheit aus ökologischem Ackerabbau. Konventionell angebaute Nahrung wird fast nie in Bioläden angeboten; falls doch, dann sind sie in der Summe gekennzeichnet. Gentechnisch manipulierte Lebensmittel sind in Bioläden hingegen nicht zu finden.

Geschichte von den Bioläden in Deutschland

1970-Jahre

Bioläden entwickeln sich am Anfang der 1970er-Jahre erst in großen Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden vor allem vegetarische Esswaren aus klassischer Fertigung, die von den Käufern oft selbst aus Säcken oder Kartons entnommen werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Waren, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Bücher und Broschüren. Ein Kernprodukt jener Phase war das selbst gemischte Müsli. Im Laufe der 1970er Jahre entfalteten sich die Bioläden zu kommunikativen Sammelpunkten, welche die Basisarbeit verschiedener politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Verstärker unterstützten.

1980-Jahre

Nachdem die Menge der Geschäfte auf über 1000 Verkaufsstellen gewachsen war, konzentrierten sich mehrere Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Dadurch öffneten sich die Geschäfte vermehrt auch dem Normalkunden. Unter Einsatz von Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Industriezweig zu präsentieren und in Öffentlichkeitsarbeit, Warenbeschaffung und Fortbildung zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätsüberprüfungen der Produkte wurden gemeinschaftlich organisiert.

1990-Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 90er Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur manche Bioläden blieben dem Image der 1970er verpflichtet, die meisten sahen sich als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach 2000

Die Produktpalette wurde erweitert und besser dem Bedürfnis der Kunden angepasst, sowie mithilfe einer fachkundigen Konsultation weiter ergänzt. Zunehmend eröffnen Bio-Supermärkte und Bioläden mit Käse- und Fleischtheke und integrierter Ökobäckerei. Außerdem greifen mehrere Bioläden die Idee vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden bereits kombinierte Gemüsekisten inklusive Rezeptvorschlägen.

Unterschied zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Biogeschäften sind Lebensmittel aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft mittlerweile der Ausnahmefall. In Reformhäusern wiederum steht die Einhaltung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Mittelpunkt des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Artikel der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährung und Gesundheitspflege umfassen, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Nahrungsmittel stammen in der Regel aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Darüber hinaus finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Biogeschäften in der Regel nicht verkauft werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, wie auch zahlreiche Produkte, welche nicht den Kriterien der vollwertigen Ernährung nachkommen. Ein Fokus der Reformhäuser liegt gewöhnlich auf diätetischen Lebensmitteln.

Da mehrere aus der Lebensreformbewegung ebefalls den Verbrauch von Alkohol ablehnen, sind entsprechende Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischer Erzeugung.