Bioladen in Habichtswald (34317, Kassel)

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Bioladen in Habichtswald (34317)

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Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (auch: Naturkostladen oder Biogeschäft) ist ein Nahrungsmittelladen, dessen zum Verkauf dargebotene Fabrikate aus ökologischer Landwirtschaft und umweltfreundlicher Verarbeitung herkommen.

Neben Esswaren, bei welchen der Schwerpunkt auf Naturkost liegt, werden häufig auch Reinigungs- und Körperpflegemittel, Bekleidung und sowie Erzeugnisse des tagtäglichen Bedarfs dargeboten – zentrale Kriterien hierbei sind eine möglichst marginale Schadstoffbelastung der angebotenen Waren ebenso wie deren umweltgerechte Anfertigung. Die Lebensmittel stammen annähernd sämtlich aus ökologischem Ackerabbau. Herkömmlich angebaute Lebensmittel werden fast nie in Bioläden verkauft; falls doch, dann sind sie im Allgemeinen gekennzeichnet. Gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel sind in Bioläden hingegen nicht zu finden.

Geschichte von den Bioläden in der Bundesrepublik Deutschland

1970-Jahre

Bioläden entstehen zu Beginn der 1970er-Jahre eingangs in größeren Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden vor allem vegetarische Lebensmittel aus konventioneller Herstellung, die von den Käufern oft selbst aus Säcken oder Kartons abgepackt werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Waren, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Räucherstäbchen, Bücher und Broschüren. Ein Kernprodukt dieser Zeit war das selbst zusammengestellte Müsli. Im Laufe der 1970er Jahre entwickelten sich die Bioläden zu Sammelpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit verschiedener politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Multiplikatoren unterstützten.

1980-Jahre

Nachdem die Zahl der Läden auf mehr als 1000 Verkaufsorte gewachsen war, konzentrierten sich zahlreiche Inhaber auf ein verbessertes Erscheinungsbild und effizienteres Arbeiten. Hierbei öffneten sich die Läden zunehmend auch dem normalen Kunden. Über Zusammenschlüsse probierte die Szene, sich als Branche zu zeigen und in Warenbeschaffung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätskontrollen der Bioprodukte wurden zusammen organisiert.

1990-Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 90er Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur einige wenige Bioläden blieben dem Ruf der 1970er verpflichtet, viele andere verstanden sich eher als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach 2000

Die Produktpalette wurde erweitert und besser dem Bedürfnis der Kunden angepasst, sowie durch eine fachkundige Beratung weiter ausgebaut. Gehäuft eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Fleisch- und Käsetheke und integriertem Öko-Bäckerei-Shop. Außerdem greifen etliche Biogeschäfte das Konzept vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden schon zusammengestellte Kisten mit Gemüse inkl. Rezeptvorschlägen.

Abweichung zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Nahrungsmittel aus nicht-ökologischer Landwirtschaft jetzt die absolute Ausnahme. In Reformhäusern wiederum steht die Befolgung der Vorgaben der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Zentrum des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Waren der gesunden und ernährungsphysiologisch wertvollen Ernährungsweise und Körperpflege beinhalten, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Lebensmittel stammen normalerweise aus der biologisch-dynamischen Agrarwirtschaft.

Außerdem finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäure-Kapseln, Vitamintabletten etc.), die in Biogeschäften normalerweise nicht veräußert werden oder wenigstens nur in geringer Auswahl vorhanden sind, sowie viele Produkte, welche nicht den Grundsätzen der vollwertigen Ernährung entsprechen. Ein Schwerpunkt der Reformhäuser liegt konventionell auf diätetischen Lebensmitteln.

Da zahlreiche aus der Lebensreformbewegung selbst den Gebrauch von Alkohol ablehnen, sind solche Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischer Erzeugung.