Bioladen in Herresbach (56729, Landkreis Mayen-Koblenz)

Suchst du einen Bioladen in Herresbach? Dann bist du hier genau richtig!

Bioladen in Herresbach (56729)

Auf dieser Seite findest du den nächsten Bioladen in Herresbach, Landkreis Mayen-Koblenz, 56729 Rheinland-Pfalz:


Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (ebenfalls bekannt als: Naturkostladen oder Biogeschäft) ist ein Lebensmittelladen, dessen zum Vertrieb angebotene Produkte aus ökologischer Landwirtschaft und umweltfreundlicher Verarbeitung herkommen.

Neben Nahrungserzeugnissen, bei denen der Schwerpunkt auf Naturkost liegt, werden vielmals auch Reinigungs- und Körperpflegemittel, Bekleidung und sowie Erzeugnisse des tagtäglichen Bedarfs angeboten – wichtige Aspekte derbei sind eine bevorzugt kleine Schadstoffbelastung der angebotenen Waren ebenso wie deren umweltgerechte Fertigung. Die Esswaren resultieren nahezu sämtlich aus ökologischer Agrarwirtschaft. Herkömmlich angebaute Lebensmittel werden so gut wie nie in Bioläden angeboten; falls doch, dann sind sie im Allgemeinen gekennzeichnet. Gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel sind in Bioläden nicht zu finden.

Geschichte der Bioläden in Deutschland

1970-Jahre

Bioläden entfalten sich zu Beginn der 1970er-Jahre erst in größeren Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden vor allem vegetarische Nahrungsmittel aus konventioneller Produktion, die von den Käufern oft selbst aus Kartons oder Säcken entnommen werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Produkten, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Bücher und Broschüren. Ein Kernprodukt jener Phase war das selbst gemischte Müsli. Im Laufe der 1970er Jahre entfalteten sich die Bioläden zu Treffpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit verschiedener politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Multiplikatoren unterstützten.

80er Jahre

Nachdem die Menge der Läden auf über 1000 Verkaufsorte gewachsen war, konzentrierten sich etliche Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Damit öffneten sich die Läden verstärkt auch dem Normalkunden. Mit Zusammenschlüssen versuchte die Szene, sich als Industriebranche zu präsentieren und in Fortbildung, Warenbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erste Qualitätskontrollen der Produkte wurden zusammen organisiert.

1990-Jahre

Die Professionalisierung der Biogeschäfte führte in den 90er Jahren endgültig zu einer Neupositionierung: Nur einige wenige Bioläden blieben dem Ansehen der 1970er verpflichtet, viele andere verstanden sich hingegen als beratungsstarke Fachgeschäfte für ökologisch erzeugte Produkte.

nach den 00er Jahren

Das Produktangebot wurde vergrößert und besser dem Bedürfnis der Kunden angepasst, wie auch durch eine fachkundige Konsultation weiter ausgebaut. Gehäuft eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Fleisch- und Käsetheke und integrierter Ökobäckerei. Zudem greifen mehrere Biogeschäfte die Idee vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden im Voraus zusammengestellte Kisten mit Gemüse inklusive Vorschlägen für Rezepte.

Varianz zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Biogeschäften sind Esswaren aus nicht-ökologischer Landwirtschaft mittlerweile die absolute Ausnahme. In Reformhäusern dagegen steht die Einhaltung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Zentrum des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Artikel der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährungsweise und Hygiene umfassen, deren Wirkstoffe aus natürlichen Quellen stammen. Die Nahrungsmittel stammen normalerweise aus der biologisch-dynamischen Agrarwirtschaft.

Darüber hinaus finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Bioläden üblicherweise nicht verkauft werden oder wenigstens nur in geringer Auswahl vorhanden sind, ebenso wie etliche Produkte, die nicht der Norm der vollwertigen Ernährung entsprechen. Ein Hauptaugenmerk der Reformhäuser liegt konventionell auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da viele aus der Lebensreformbewegung auch den Gebrauch von Alkohol ablehnen, sind solche Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich hingegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischem Anbau.