Bioladen in Landsberied (82290, Fürstenfeldbruck)

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Bioladen in Landsberied (82290)

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Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (auch: Naturkostladen oder Biogeschäft) ist ein Lebensmittelladen, dessen zum Vertrieb angebotene Erzeugnisse aus umweltfreundlicher Verarbeitung und ökologischer Landwirtschaft resultieren.

Neben Nahrungsmitteln, bei welchen der Fokus auf Naturkost liegt, werden häufig auch Körperpflege- und Reinigungsmitte, Bekleidung und sowie Erzeugnisse des täglichen Bedarfs dargeboten – essentielle Voraussetzungen hierbei sind eine bevorzugt marginale Schadstoffbelastung der angebotenen Produkte sowie deren umweltgerechte Erzeugung. Die Esswaren kommen annähernd alle aus ökologischer Agrarwirtschaft. Gewöhnlich angebaute Nahrung wird fast nie in Bioläden angeboten; falls doch, dann sind sie generell gekennzeichnet. Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel sind in Bioläden hingegen nicht zu finden.

Geschichte von den Bioläden in Deutschland

70er Jahre

Bioläden entwickeln sich zu Beginn der 1970er-Jahre eingangs in größeren Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden besonders vegetarische Nahrungsmittel aus gewöhnlicher Fertigung, die von den Kunden häufig selbst aus Kartons oder Säcken abgefüllt werden mussten. Hinzu kam ein Angebot von Waren, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Räucherstäbchen, Bücher und Broschüren. Ein Kernprodukt dieser Periode war das selbst zusammengestellte Müsli. Im Laufe der 1970er Jahre entfalteten sich die Bioläden zu kommunikativen Treffpunkten, welche die Basisarbeit verschiedener politischer Gruppen und Bürgerinitiativen als Multiplikatoren unterstützten.

80er Jahre

Nachdem die Menge der Läden auf über 1000 Verkaufsorte gewachsen war, konzentrierten sich zahlreiche Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Hierbei öffneten sich die Läden zunehmend auch dem Normalkunden. Anhand von Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Industriezweig zu darzustellen und in Fortbildung, Warenbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erste Qualitätskontrollen der Produkte wurden zusammen organisiert.

1990-Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 90er Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur ein paar Bioläden blieben dem Ansehen der 1970er verpflichtet, die meisten sahen sich eher als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach 2000

Das Produktangebot wurde erweitert und stärker dem Kundenbedürfnis angepasst, ebenso wie anhand einer fachkundigen Beratung weiter ergänzt. Zunehmend eröffnen Bio-Supermärkte und Bioläden mit Fleisch- und Käsetheke und integriertem Öko-Bäckerei-Shop. Zudem greifen viele Biogeschäfte das Konstrukt vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden bereits kombinierte Gemüsekisten mit Rezepten.

Unterschied zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Biogeschäften sind Esswaren aus nicht-ökologischer Landwirtschaft schon der Ausnahmefall. In Reformhäusern dagegen steht die Befolgung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Kern des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Waren der gesunden und ernährungsphysiologisch wertvollen Ernährungsweise und Körperpflege umfassen, deren Wirkstoffe aus natürlichen Quellen stammen. Die Lebensmittel stammen gewöhnlich aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Außerdem finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Bioläden gewöhnlich nicht verkauft werden oder wenigstens nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, wie auch viele Produkte, welche nicht den Grundsätzen der vollwertigen Ernährung entsprechen. Ein Schwerpunkt der Reformhäuser liegt klassisch auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da etliche aus der Lebensreformbewegung ebefalls den Verbrauch von Alkohol ablehnen, sind ähnliche Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischer Erzeugung.