Bioladen in Schönfeld (16307, Landkreis Uckermark)

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Bioladen in Schönfeld (16307)

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Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (auch: Naturkostladen oder Biogeschäft) ist ein Nahrungsmittelladen, dessen zum Vertrieb angebotene Produkte aus ökologischer Landwirtschaft und umweltfreundlicher Verarbeitung stammen.

Neben Nahrungserzeugnissen, bei denen das Hauptaugenmerk auf Naturkost liegt, werden oft auch Reinigungs- und Körperpflegemittel, Bekleidung und andere Produkte des täglichen Bedarfs angeboten – bedeutende Aspekte derbei sind eine möglichst kleine Schadstoffbelastung der angebotenen Waren als auch deren umweltgerechte Anfertigung. Die Lebensmittel kommen nahezu in Gesamtheit aus ökologischer Agrarwirtschaft. Gewöhnlich angebaute Lebensmittel werden so gut wie nie in Bioläden verkauft; falls doch, dann sind sie in der Regel gekennzeichnet. Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind in Bioläden hingegen nicht zu finden.

Geschichte von den Bioläden in Deutschland

70er Jahre

Bioläden entwickeln sich zu Beginn der 1970er-Jahre erst in größeren Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden besonders vegetarische Esswaren aus klassischer Produktion, die von den Käufern oftmals selbst aus Kartons oder Säcken abgepackt werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Waren, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Räucherstäbchen, Bücher und Broschüren. Ein Hauptprodukt jener Periode war das selbst zusammengestellte Müsli. Im Laufe der 1970er Jahre entwickelten sich die Bioläden zu kommunikativen Sammelpunkten, die die Basisarbeit unterschiedlicher politischer Gruppen und Bürgerinitiativen als Multiplikatoren unterstützten.

1980-Jahre

Nachdem die Menge der Geschäfte auf über 1000 Verkaufsstellen angewachsen war, konzentrierten sich etliche Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Hierbei öffneten sich die Geschäfte mehr und mehr auch dem Normalkunden. Unter Einsatz von Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Branche zu darzustellen und in Warenbeschaffung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätsüberprüfungen der Bioprodukte wurden gemeinsam organisiert.

1990-Jahre

Die Professionalisierung der Biogeschäfte führte in den 1990er-Jahren ultimativ zu einer Neupositionierung: Nur einige Bioläden blieben dem Image der 1970er verpflichtet, viele andere verstanden sich als beratungsstarke Fachgeschäfte für ökologisch erzeugte Produkte.

nach 2000

Das Produktangebot wurde erweitert und besser dem Bedürfnis der Kunden angepasst, sowie durch eine fachkundige Konsultation weiter ausgebaut. Des Öfteren eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Fleisch- und Käsetheke und integriertem Öko-Bäckerei-Shop. Zudem greifen mehrere Bioläden das Konzept vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden vorab kombinierte Kisten mit Gemüse mit Rezepten.

Unterschied zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Nahrungsmittel aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft jetzt die absolute Ausnahme. In Reformhäusern dagegen steht die Befolgung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Mittelpunkt des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Artikel der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährung und Hygiene beinhalten, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Nahrungsmittel stammen in der Regel aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Zudem finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Biogeschäften üblicherweise nicht veräußert werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, sowie etliche Produkte, welche nicht der Norm der Vollwerternährung erfüllen. Ein Hauptaugenmerk der Reformhäuser liegt gewöhnlich auf diätetischen Lebensmitteln.

Da mehrere aus der Lebensreformbewegung auch den Gebrauch von Alkohol ablehnen, sind solche Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen desöfteren ein Regal mit Wein aus ökologischem Anbau.