Biosupermarkt in Dannenberg (Elbe) Tripkau (29451, Lüchow-Dannenberg)

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Biosupermarkt in Dannenberg (Elbe) Tripkau (29451)

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Allgemeines über einen Biosupermarkt und Biosupermarktketten

Biosupermarkt

Ein Biosupermarkt (auch: Biomarkt) ist ein Supermarkt, der sich auf den Absatz von biologischen Produkten spezialisiert hat. Dazu zählen ökologisch erzeugte Bio-Esswaren und Bedarfsgüter. Zu den Biosupermärkten zählt man Ladengeschäfte mit einer Verkaufsfläche ab 400 m², die ihre Waren meistens von einem Großhändler beziehen. Das gegenteilige Konzept der Vermarktung für Bionahrungsmittel ist die Direktvermarktung der Hersteller zu meist günstigeren Preisen.

Biosupermarktketten

Deutschlandweit gab es im 2012 rund 230 Naturkostfachgeschäfte, hiervon waren über 450 Bio-Supermärkte. Die Gesamtanzahl der Fachmärkte stagniert, die Verkaufsfläche vergrößert sich aber, da der Trend zu großen Geschäften und Ladenerweiterungen geht. 2012 wurden rund 40 kleine Ladengeschäfte mit bis zu 100 m² geschlossen und circa 40 Biosupermärkte neu eröffnet. So gut wie die Hälfte des von allen Bioläden in der Bundesrepublik Deutschland erzielten Jahresnettoumsatzes entfällt auf die Biosupermärkte, von denen sich die meisten in der Hand von Ketten befinden. Die – gemessen an der Quantität der Niederlassungen – größten deutschen Biosupermärkte sind Alnatura, Denn’s und Bio Company.

Geschichte der Bioläden in Deutschland – dem Ursprung der Biosupermärkte

1970-Jahre

Bioläden entfalten sich zu Beginn der 1970er-Jahre zunächst in größeren Städten. In dieser Zeit verkauft ein Bioladen besonders vegetarische Nahrungsmittel aus traditioneller Fertigung, die von den Kunden oft selbst aus Kartons oder Säcken entnommen werden mussten. Hinzu kam ein Angebot von Waren, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Kerzen, Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Bücher und Broschüren. Ein Kernprodukt jener Zeit war das selbst gemischte Müsli. Im Laufe der 70er Jahre entwickelten sich die Bioläden zu Treffpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit verschiedener politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Verstärker unterstützten.

80er Jahre

Nachdem die Zahl der Geschäfte auf über 1000 Verkaufsorte gewachsen war, konzentrierten sich etliche Inhaber auf ein verbessertes Erscheinungsbild und effizienteres Arbeiten. Hierbei öffneten sich die Geschäfte vermehrt auch dem normalen Kunden. Mittels Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Industriezweig zu zeigen und in Fortbildung, Warenbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätsüberprüfungen der Bioprodukte wurden gemeinschaftlich organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 1990er-Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur manche Bioläden blieben dem Image der 1970er verpflichtet, viele andere sahen sich eher als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach 2000

Die Produktpalette wurde vergrößert und stärker dem Kundenbedürfnis angepasst, sowie mithilfe einer fachkundigen Beratung weiter ausgebaut. Vermehrt eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Fleisch- und Käsetheke und integrierter Ökobäckerei. Außerdem greifen mehrere Bioläden das Konzept vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden vorab kombinierte Gemüsekisten samt Rezepten.

Varianz zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Lebensmittel aus nicht-ökologischer Landwirtschaft mittlerweile die absolute Ausnahme. In Reformhäusern wiederum steht die Einhaltung der Vorgaben der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Kern des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Produkte der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährung und Gesundheitspflege umfassen, deren Wirkstoffe aus natürlichen Quellen stammen. Die Nahrungsmittel stammen gewöhnlich aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Des Weiteren finden sich in Reformhäusern sogenannte Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Biogeschäften in der Regel nicht veräußert werden oder wenigstens nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, sowie etliche Produkte, die nicht den Grundsätzen der Vollwerternährung erfüllen. Ein Fokus der Reformhäuser liegt klassisch auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da zahlreiche aus der Lebensreformbewegung selbst den Verbrauch von Alkohol ablehnen, sind ähnliche Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich hingegen oft ein Regal mit Wein aus ökologischer Produktion.