Biosupermarkt in Falkensee (14612, Landkreis Havelland)

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Biosupermarkt in Falkensee (14612)

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Allgemeines über einen Biosupermarkt und Biosupermarktketten

Biosupermarkt

Ein Biosupermarkt (auch: Biomarkt) ist eine Kaufhalle, welcher sich auf den Verkauf von „Bioprodukten“ spezialisiert hat. Darunter fallen ökologisch produzierte Bio-Lebensmittel und Bedarfsgüter. Zu den Biosupermärkten zählt man Läden mit einer Verkaufsfläche ab 400 m², die ihre Artikel meistens von einem Grossist beziehen. Das gegenteilige Konzept der Vermarktung für Biolebensmittel ist die Direktvermarktung der Hersteller zu überwiegend günstigeren Preisen.

Biosupermarktketten

In gesamt Deutschland gab es im Jahr 2012 um die 230 Naturkostfachgeschäfte, davon waren über 450 Biosupermärkte. Die Gesamtzahl der Fachgeschäfte stagniert, die Verkaufsfläche wächst aber, da der Trend zu Ladenerweiterungen und großen Geschäften geht. 2012 wurden rund 40 kleine Ladengeschäfte mit bis zu 100 m² geschlossen und um die 40 Biosupermärkte neu eröffnet. Nahezu die Hälfte des von allen Bioläden in der BRD erzielten Jahresnettoumsatzes entfällt auf die Biosupermärkte, von denen sich die meisten im Besitz von Ketten befinden. Die – gemessen an der Anzahl der Filialen – größten deutschen Biosupermärkte sind Alnatura, Denn’s und Bio Company.

Geschichte von den Bioläden in Deutschland – dem Ursprung der Biosupermärkte

1970-Jahre

Bioläden entfalten sich am Anfang der 1970er-Jahre zunächst in größeren Städten. In dieser Zeit verkauft ein Bioladen vor allem vegetarische Esswaren aus konventioneller Fertigung, die von den Kunden oftmals selbst aus Säcken oder Kartons entnommen werden mussten. Hinzu kam ein Angebot von Waren, welche mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Kerzen, Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Bücher und Broschüren. Ein Hauptprodukt jener Phase war das selbst zusammengestellte Müsli. Im Laufe der 70er Jahre entwickelten sich die Bioläden zu kommunikativen Sammelpunkten, die die Basisarbeit verschiedener politischer Gruppen und Bürgerinitiativen als Verstärker unterstützten.

1980-Jahre

Nachdem die Menge der Geschäfte auf über 1000 Verkaufsstellen gewachsen war, konzentrierten sich zahlreiche Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Hierbei öffneten sich die Läden vermehrt auch dem Normalkunden. Mittels Zusammenschlüssen versuchte die Szene, sich als Branche zu präsentieren und in Warenbeschaffung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätsüberprüfungen der Produkte wurden gemeinsam organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 90er Jahren ultimativ zu einer Neupositionierung: Nur einige wenige Bioläden blieben dem Bild der 1970er verpflichtet, die meisten sahen sich eher als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach den 00er Jahren

Das Produktangebot wurde vergrößert und mehr dem Kundenbedürfnis angepasst, wie auch mit einer fachkundigen Beratung weiter ergänzt. Vermehrt eröffnen Bio-Supermärkte und Bioläden mit Fleisch- und Käsetheke und integrierter Ökobäckerei. Zudem greifen mehrere Biogeschäfte das Konstrukt vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden bereits zusammengestellte Kisten mit Gemüse inkl. Rezeptvorschlägen.

Ungleichheit zwischen Bioläden und Reformhäusern

In Bioläden sind Esswaren aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft inzwischen der Ausnahmefall. In Reformhäusern dagegen steht die Befolgung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Mittelpunkt des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Artikel der gesunden und ernährungsphysiologisch wertvollen Ernährung und Gesundheitspflege beinhalten, deren Wirkstoffe aus natürlichen Quellen stammen. Die Lebensmittel stammen im Regelfall aus der biologisch-dynamischen Agrarwirtschaft.

Des Weiteren finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäure-Kapseln, Vitamintabletten etc.), die in Biogeschäften gewöhnlich nicht veräußert werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, wie auch viele Produkte, die nicht den Grundsätzen der Vollwerternährung entsprechen. Ein Fokus der Reformhäuser liegt klassisch auf diätetischen Lebensmitteln.

Da viele aus der Lebensreformbewegung ebefalls den Genuss von Alkohol ablehnen, sind entsprechende Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen häufig ein Regal mit Wein aus ökologischem Anbau.