Biosupermarkt in Hosten (54664, Eifelkreis Bitburg-Prüm)

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Biosupermarkt in Hosten (54664)

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Allgemeines über einen Biosupermarkt und Biosupermarktketten

Biosupermarkt

Ein Biosupermarkt (ebenfalls bekannt als: Biomarkt) ist ein Supermarkt, welcher sich auf den Absatz von biologischen Produkten spezialisiert hat. Darunter fallen ökologisch produzierte Bio-Lebensmittel und Bedarfsgüter. Zu den Biosupermärkten zählt man Ladenlokale mit einer Verkaufsfläche ab 400 m², die ihre Waren häufig von einem Grossist beziehen. Das gegenteilige Konzept der Vermarktung für Bionahrungsmittel ist die Direktvermarktung der Erzeuger zu meist günstigeren Preisen.

Biosupermarktketten

Deutschlandweit gab es im Jahr 2012 um die 230 Naturkostfachgeschäfte, davon waren über 450 Biosupermärkte. Die Gesamtzahl der Fachmärkte stagniert, die Verkaufsfläche wächst aber, weil der Trend zu Ladenerweiterungen und großen Geschäften geht. 2012 wurden gegen 40 kleine Geschäfte mit bis zu 100 m² geschlossen und um die 40 Biosupermärkte neu eröffnet. Fast die Hälfte des von allen Biogeschäften in Deutschland erzielten Jahresnettoumsatzes entfällt auf die Biosupermärkte, von denen sich der großteil im Besitz von Ketten befinden. Die – gemessen an der Anzahl der Standorte – größten deutschen Biosupermärkte sind Alnatura, Denn’s und Bio Company.

Geschichte der Bioläden in der Bundesrepublik Deutschland – dem Ursprung der Biosupermärkte

70er Jahre

Bioläden entstehen am Anfang der 1970er-Jahre zunächst in größeren Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden besonders vegetarische Esswaren aus klassischer Herstellung, die von den Kunden oftmals selbst aus Säcken oder Kartons entnommen werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Waren, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Bücher und Broschüren. Ein Hauptprodukt jener Phase war das selbst zusammengestellte Müsli. Im Laufe der 70er Jahre entfalteten sich die Bioläden zu Treffpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit verschiedener politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Verstärker unterstützten.

1980-Jahre

Nachdem die Zahl der Läden auf über 1000 Verkaufsorte gewachsen war, konzentrierten sich viele Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Damit öffneten sich die Geschäfte zunehmend auch dem Normalkunden. Mittels Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Industriebranche zu darzustellen und in Öffentlichkeitsarbeit, Warenbeschaffung und Fortbildung zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätskontrollen der Produkte wurden zusammen organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 1990er-Jahren ultimativ zu einer Neupositionierung: Nur einige wenige Bioläden blieben dem Ruf der 1970er verpflichtet, die meisten sahen sich hingegen als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach den 00er Jahren

Das Produktangebot wurde erweitert und besser dem Bedürfnis der Kunden angepasst, sowie durch eine fachkundige Beratung weiter ausgebaut. Vermehrt eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Käse- und Fleischtheke und integrierter Ökobäckerei. Darüber hinaus greifen mehrere Biogeschäfte das Konzept vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden schon kombinierte Gemüsekisten mit Rezepten.

Unterschied zwischen Bioläden und Reformhäusern

In Biogeschäften sind Esswaren aus nicht-ökologischer Landwirtschaft schon die absolute Ausnahme. In Reformhäusern wiederum steht die Befolgung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Mittelpunkt des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Waren der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährung und Hygiene beinhalten, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Lebensmittel stammen im Regelfall aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Zudem finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Bioläden gewöhnlich nicht verkauft werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, sowie mehrere Produkte, die nicht der Norm der vollwertigen Ernährung nachkommen. Ein Hauptaugenmerk der Reformhäuser liegt konventionell auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da viele aus der Lebensreformbewegung auch den Gebrauch von Alkohol ablehnen, sind solche Produkte in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischem Anbau.