Biosupermarkt in Lauterecken (67742, Landkreis Kusel)

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Biosupermarkt in Lauterecken (67742)

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Allgemeines über einen Biosupermarkt und Biosupermarktketten

Biosupermarkt

Ein Biosupermarkt (ebenfalls bekannt als: Biomarkt) ist eine Kaufhalle, welcher sich auf den Vertrieb von „Bioprodukten“ spezialisiert hat. Darunter fallen ökologisch erzeugte Bio-Lebensmittel und Bedarfsgüter. Zu den Biosupermärkten zählt man Ladenlokale mit einer Verkaufsfläche ab 400 m², die ihre Artikel meistens von einem Großhändler beziehen. Das gegenteilige Konzept der Vermarktung für Bionahrungsmittel ist die Direktvermarktung der Fabrikanten zu überwiegend günstigeren Preisen.

Biosupermarktketten

Deutschlandweit gab es im 2012 ungefähr 230 Naturkostfachgeschäfte, davon waren mehr als 450 Biosupermärkte. Die Gesamtzahl der Fachmärkte gerät in Stocken, die Verkaufsfläche wächst aber, da der Trend zu Ladenerweiterungen und großen Geschäften geht. 2012 wurden rund 40 kleine Geschäfte mit bis zu 100 m² geschlossen und um die 40 Biosupermärkte neu eröffnet. So gut wie die Hälfte des von allen Bioläden in der Bundesrepublik Deutschland erzielten Jahresnettoumsatzes entfällt auf die Biosupermärkte, von denen sich die meisten im Besitz von Ketten befinden. Die – gemessen an der Quantität der Geschäftsstellen – größten deutschen Biosupermärkte sind Bio Company, Alnatura und Denn’s .

Geschichte der Bioläden in Deutschland – der Ursprung des Biosupermarkts

70er Jahre

Bioläden entfalten sich zu Beginn der 1970er-Jahre erst in großen Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden besonders vegetarische Nahrungsmittel aus gewöhnlicher Erzeugung, die von den Käufern häufig selbst aus Säcken oder Kartons abgepackt werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Waren, welche mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Bücher und Broschüren. Ein Hauptprodukt jener Phase war das selbst gemischte Müsli. Im Laufe der 1970er Jahre entfalteten sich die Bioläden zu Treffpunkten der Kommunikation, welche die Basisarbeit unterschiedlicher politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Multiplikatoren unterstützten.

80er Jahre

Nachdem die Menge der Geschäfte auf mehr als 1000 Verkaufsorte angewachsen war, konzentrierten sich mehrere Inhaber auf ein verbessertes Erscheinungsbild und effizienteres Arbeiten. Dadurch öffneten sich die Geschäfte mehr und mehr auch dem Normalkunden. Unter Einsatz von Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Industriebranche zu darzustellen und in Öffentlichkeitsarbeit, Warenbeschaffung und Fortbildung zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätsüberprüfungen der Produkte wurden gemeinschaftlich organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Biogeschäfte führte in den 90er Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur wenige Bioläden blieben dem Image der 1970er verpflichtet, viele andere sahen sich eher als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach den 00er Jahren

Die Produktpalette wurde erweitert und besser dem Bedürfnis der Kunden angepasst, ebenso wie anhand einer fachkundigen Konsultation weiter ausgebaut. Zunehmend eröffnen Bio-Supermärkte und Bioläden mit Fleisch- und Käsetheke und integrierter Ökobäckerei. Zudem greifen viele Bioläden das Konzept vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden im Vorfeld kombinierte Kisten mit Gemüse samt Vorschlägen für Rezepte.

Ungleichheit zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Nahrungsmittel aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft mittlerweile die absolute Ausnahme. In Reformhäusern wiederum steht die Befolgung der Vorgaben der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Zentrum des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Artikel der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährungsweise und Gesundheitspflege beinhalten, deren Wirkstoffe aus natürlichen Quellen stammen. Die Nahrungsmittel stammen in der Regel aus der biologisch-dynamischen Agrarwirtschaft.

Außerdem finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäure-Kapseln, Vitamintabletten etc.), die in Biogeschäften normalerweise nicht veräußert werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, wie auch viele Produkte, die nicht den Grundsätzen der vollwertigen Ernährung entsprechen. Ein Hauptaugenmerk der Reformhäuser liegt gewöhnlich auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da zahlreiche aus der Lebensreformbewegung ebefalls den Verbrauch von Alkohol ablehnen, sind solche Produkte in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich hingegen oft ein Regal mit Wein aus ökologischer Produktion.