Biosupermarkt in Leinsweiler (76829, Landkreis Südliche Weinstraße)

Suchst du einen Biosupermarkt in Leinsweiler? Dann bist du hier genau richtig!

Biosupermarkt in Leinsweiler (76829)

Auf dieser Seite findest du den nächsten Biosupermarkt in Leinsweiler, Landkreis Südliche Weinstraße, 76829 Rheinland-Pfalz:


Allgemeines über einen Biosupermarkt und Biosupermarktketten

Biosupermarkt

Ein Biosupermarkt (auch: Biomarkt) ist eine Kaufhalle, der sich auf den Verkauf von biologischen Produkten spezialisiert hat. Dazu zählen ökologisch erzeugte Bio-Nahrung und Verbrauchsgüter. Zu den Biosupermärkten zählt man Läden mit einer Verkaufsfläche ab 400 m², die ihre Produkte häufig von einem Großhändler beziehen. Das gegenteilige Vermarktungskonzept für Bionahrungsmittel ist die Direktvermarktung der Fabrikanten zu überwiegend günstigeren Preisen.

Biosupermarktketten

In gesamt Deutschland gab es im 2012 rund 230 Naturkostfachgeschäfte, hiervon waren über 450 Bio-Supermärkte. Die Gesamtzahl der Fachmärkte stagniert, die Verkaufsfläche wächst aber, weil der Trend zu Ladenerweiterungen und großen Geschäften geht. 2012 wurden etwa 40 kleine Läden mit bis zu 100 m² geschlossen und rund 40 Biosupermärkte neu eröffnet. So gut wie die Hälfte des von allen Bioläden in Deutschland erzielten Jahresnettoumsatzes entfällt auf die Biosupermärkte, von denen sich die meisten im Besitz von Ketten befinden. Die – gemessen an der Anzahl der Filialen – größten deutschen Biosupermärkte sind Denn’s, Alnatura und Bio Company.

Geschichte der Bioläden in der Bundesrepublik Deutschland – der Ursprung des Biosupermarkts

70er Jahre

Bioläden entfalten sich zu Beginn der 1970er-Jahre erst in größeren Städten. In dieser Zeit verkauft ein Bioladen besonders vegetarische Esswaren aus traditioneller Produktion, die von den Kunden häufig selbst aus Kartons oder Säcken abgepackt werden mussten. Hinzu kam ein Angebot von Produkten, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Bücher und Broschüren. Ein Hauptprodukt dieser Periode war das selbst gemischte Müsli. Im Laufe der 70er Jahre entwickelten sich die Bioläden zu Sammelpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit unterschiedlicher politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Verstärker unterstützten.

80er Jahre

Nachdem die Menge der Geschäfte auf mehr als 1000 Verkaufsorte angewachsen war, konzentrierten sich viele Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Hierbei öffneten sich die Geschäfte zunehmend auch dem Normalkunden. Mittels Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Industriezweig zu präsentieren und in Fortbildung, Warenbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätskontrollen der Produkte wurden zusammen organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 90er Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur manche Bioläden blieben dem Image der 1970er verpflichtet, viele andere sahen sich als beratungsstarke Fachgeschäfte für ökologisch erzeugte Produkte.

nach den 00er Jahren

Die Produktpalette wurde vergrößert und stärker dem Kundenbedürfnis angepasst, wie auch mit einer fachkundigen Konsultation weiter ausgebaut. Des Öfteren eröffnen Bio-Supermärkte und Bioläden mit Käse- und Fleischtheke und integrierter Ökobäckerei. Zudem greifen viele Biogeschäfte das Konstrukt vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden schon zusammengestellte Gemüsekisten inklusive Vorschlägen für Rezepte.

Varianz zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Lebensmittel aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft mittlerweile die absolute Ausnahme. In Reformhäusern wiederum steht die Einhaltung der Vorgaben der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Mittelpunkt des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Artikel der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährung und Körperpflege beinhalten, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Nahrungsmittel stammen im Regelfall aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Darüber hinaus finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäure-Kapseln, Vitamintabletten etc.), die in Biogeschäften in der Regel nicht verkauft werden oder wenigstens nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, ebenso wie mehrere Produkte, welche nicht den Grundsätzen der Vollwerternährung nachkommen. Ein Schwerpunkt der Reformhäuser liegt konventionell auf diätetischen Lebensmitteln.

Da etliche aus der Lebensreformbewegung selbst den Genuss von Alkohol ablehnen, sind entsprechende Produkte in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen oft ein Regal mit Wein aus ökologischer Erzeugung.