Biosupermarkt in Warnstedt (6502, Landkreis Harz)

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Biosupermarkt in Warnstedt (6502)

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Allgemeines über einen Biosupermarkt und Biosupermarktketten

Biosupermarkt

Ein Biosupermarkt (auch: Biomarkt) ist eine Kaufhalle, welcher sich auf den Absatz von biologischen Produkten spezialisiert hat. Darunter fallen ökologisch erzeugte Bio-Nahrungsmittel und Bedarfsgüter. Zu den Biosupermärkten zählt man Ladenlokale mit einer Verkaufsfläche ab 400 m², die ihre Artikel meist von einem Großhändler beziehen. Das gegenteilige Vermarktungskonzept für Bionahrungsmittel ist die Direktvermarktung der Produzenten zu größtenteils günstigeren Preisen.

Biosupermarktketten

Deutschlandweit gab es im 2012 rund 230 Naturkostfachgeschäfte, hiervon waren mehr als 450 Bio-Supermärkte. Die gesamte Anzahl der Fachmärkte stagniert, die Verkaufsfläche wächst aber, da der Trend zu Ladenerweiterungen und großen Geschäften geht. 2012 wurden etwa 40 kleine Geschäfte mit bis zu 100 m² geschlossen und um die 40 Biosupermärkte neu eröffnet. Nahezu die Hälfte des von allen Biogeschäften in der Bundesrepublik Deutschland erzielten Jahresnettoumsatzes entfällt auf die Biosupermärkte, von denen sich der großteil im Besitz von Ketten befinden. Die – gemessen an der Menge der Niederlassungen – größten deutschen Biosupermärkte sind Denn’s, Alnatura und Bio Company.

Geschichte von den Bioläden in der Bundesrepublik Deutschland – der Ursprung des Biosupermarkts

70er Jahre

Bioläden entwickeln sich am Anfang der 1970er-Jahre eingangs in größeren Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden besonders vegetarische Esswaren aus klassischer Herstellung, die von den Kunden häufig selbst aus Kartons oder Säcken entnommen werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Produkten, welche mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Räucherstäbchen, Bücher und Broschüren. Ein Kernprodukt jener Zeit war das selbst gemischte Müsli. Im Laufe der 70er Jahre entwickelten sich die Bioläden zu Treffpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit verschiedener politischer Gruppen und Bürgerinitiativen als Multiplikatoren unterstützten.

80er Jahre

Nachdem die Menge der Läden auf über 1000 Verkaufsstellen gewachsen war, konzentrierten sich viele Inhaber auf effizienteres Arbeiten und ein verbessertes Erscheinungsbild. Hierbei öffneten sich die Geschäfte zunehmend auch dem Normalkunden. Durch Zusammenschlüsse versuchte die Szene, sich als Branche zu präsentieren und in Warenbeschaffung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätsüberprüfungen der Produkte wurden zusammen organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 1990er-Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur wenige Bioläden blieben dem Bild der 1970er verpflichtet, die meisten verstanden sich hingegen als beratungsstarke Fachgeschäfte für ökologisch erzeugte Produkte.

nach den 00er Jahren

Das Produktangebot wurde vergrößert und besser dem Bedürfnis der Kunden angepasst, ebenso wie mithilfe einer fachkundigen Beratung weiter ausgebaut. Gehäuft eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Fleisch- und Käsetheke und integrierter Ökobäckerei. Zudem greifen zahlreiche Biogeschäfte das Konzept vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden vorab kombinierte Kisten mit Gemüse inkl. Vorschlägen für Rezepte.

Abweichung zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Lebensmittel aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft schon der Ausnahmefall. In Reformhäusern dagegen steht die Einhaltung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Mittelpunkt des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Waren der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährung und Hygiene umfassen, deren Wirkstoffe aus natürlichen Quellen stammen. Die Lebensmittel stammen in der Regel aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Darüber hinaus finden sich in Reformhäusern sogenannte Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Bioläden gewöhnlich nicht verkauft werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, sowie zahlreiche Produkte, welche nicht den Grundsätzen der Vollwerternährung nachkommen. Ein Hauptaugenmerk der Reformhäuser liegt traditionell auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da zahlreiche aus der Lebensreformbewegung ebefalls den Gebrauch von Alkohol ablehnen, sind entsprechende Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich hingegen häufig ein Regal mit Wein aus ökologischer Produktion.